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Chronik
Jedes Mitglied war gehalten, diese Vorschriften durch seine Unterschift zu bekräftigen."Welche Posten undt Clauselen der sämmtlicher Broderschaft vorgehalten, vorgelesen undt von selbiger allerdingß guthgeheischen, beliebte undt dieser Gestalt bestätigt worden, daß dahe Ein oder Anderer dagegen söndigen, undt sich frewentlich wieddersetzen würde, derselbe oder die Jenigen sollen alßdan alß ein untüchtigh Glied von der Broderschaft abgeschnitten werden, Undt keinen Zugangh mehr gestattet werden". Mit anderen Worten, das säumige Mitglied wurde ausgeschlossen und konnte nicht mehr aufgenommen werden. Für die Verstorbenen wurde am "Kirchweyhunghs Montag" eine Messe gelesen, der alle Mitglieder, die "sowohl vor die Weiber alß Männer geschieht", beizuwohnen verpflichtet waren. Selbst das Opfer war dabei vorgeschrieben: Frau oder Mann mußten je 8 Albus opfern, die dem Geistlichen zugedacht waren. Die Königskette Die Bedinungen für den Königsvogelschuß waren sehr straff gehalten. Der König mußte am Gottestrachttag "ein silbernes Merck-Zeich oder Schild in die silberne Kette hencken, Eines Rthlrs. werth, welcher dagegen thete, solle der Schützenbott denselben sein rohr abnehmen, biß er solches vollzögen". Das war sehr deutlich gesprochen und ließ keinen Zweifel daran, daß man ihm sein Gewehr beschlagnahmte, bis er die Plakette gestiftet hatte. Ferner mußte er Fronleichnam den Zinnvogel und für anderthalben Reichstaler Zinngegenstände beschaffen, die man als Pfänder aussetzte. Das Königssilber war der Stolz jeder Bruderschaft. Es wurde in einer besonderen Kiste aufbewahrt, zu der nur der König und der älteste Brudermeister einen Schlüssel hatten. Die Schilder waren sämtlich aus Silber und mit Sinnbildern geschmückt. Leider wurden im Laufe der Jahrhunderte eine größere Anzahl Schilder verkauft, um Fahnen oder andere Gegenstände anzuschaffen. Im zweiten Weltkrieg ging die Schützenkette verloren, dazu das alte Bruderschaftsbuch und die Fahnen. Sieben silberne Königsschilder wurden in Vaals (Holland) aufgefunden und konnten zurückgeholt werden. Das älteste Königsschild stammt nunmehr aus dem Jahre 1903/04 und trägt die Aufschrift: "Peter Karduck, Klempner zu Freialdenhoven." Ferner verfügt die Bruderschaft über einen silbernen Königsstern, gestiftet von Bartel Wirtz und Elisabeth Keuz. Er wird vom "Vizekönig" getragen. 1950 wurde eine neue Fahne angeschafft; 1954 konnte eine Jungschützenabteilung ins Leben gerufen werden, um der Bruderschaft den notwendigen Nachwuchs zu sichern. Sie erhielt 1956 eine neue Fahne. Am 28. September 1958 führte sie das Jungschützentreffen im Kreise Jülich durch, das gut besucht war. Nach den alten Akten wurden Fahnen beschafft: 1724, 1778, 1841 (ein Geschenk des Pastors Keller), 1879 und 1898, eine Trauerfahne 1886. Bis 1862 hatten die Schützenfeste streng örtlichen Charakter, dann werden auch auswärtge Bruderschaften besucht, die ihreseits wieder an den Schützenfesten in Freialdenhoven teilnehmen. Größere Veranstaltungen fanden statt 1879, 1886, 1897 und 1905, 1928 das letzte größere Bruderschaftsfest. |
Stiftungen der Könige:
Nach den damaligen Silberplaketten konnnte man als Könige feststellen:
- 1. Joannis Landen 1719
- 2.Deoderaus Derichs Anno 1733 (Getriebenes Bild eines Lammes mit den Anfangsbuchstaben ASMS)
- 3. Jakobus Francken 1734 (Ziseliertes Winkelmaß)
- 4. Petrus Schaf, Scheffen zu Freialdenhoven 1735 (Ziseliertes Lamm)
- 5. Joannes Waldfelder 1737 (Ziseliertes Bild des hl. Johannes)
- 6. Petterus Schaaf, Scheffen zu Freialdenhoven 1739 (Ziseliertes Lamm)
- 7. Franziskus Offergelt 1747 (Ziseliertes Lamm mit Kreuzfahne)
- 8. Weinandus Schaaf König in Freialdenoffen Anno 1753 (Ziseliertes Lamm, unten Spaten und Gabel)
- 9. Wilhelmus Harings 1756 (Getriebene Bilder von Hammer, Zange, Nagel, außerdem ziselierte Fische)
- 10. Wilhelmis Offermanns, Köning 1766 (Ziseliertes Bild des göttlichen Hirten mit Kreuzfahne)
- 11. Johannes Herman, König 1770 (Getrieben Hammer, Zange, Nagel, Bohrer)
- 12. Casparus Schaaf, Kounig 1773 (Ziselierter Stern und drei Kronen)
- 13. Matthias Schaaf, König zu Freialdenhoven 1776 (Ziseliertes Bild des hl. Mathias)
- 14. Johann Wilhelm Waldfetter 1858
- 15. Gerhard Arnold Lowis 1861
- 16. Johann Heinen 1863
- 17. Jakob Jansen 1864
- 18. Heinrich Heinrichs 1867
- 19. Franz Forst 1870
- 20. Caspar Joh. Johnen 1871
- 21. Franz Wilh. Lenzen 1872
- 22. Peter Karduck 1874
- 23. Heinrich Faldern 1875
- 24. Theodor Gehlen jun. 1876
| Noch vorhandenes Königssilber: |
| Königsstern von 1876/77, gest. von Barthel Wirtz und Ehefrau Elisabeth Kreuzer. |
| 1881 Plakette von Joh. Franz Forst |
| 1903 Peter Karduck |
| 1905 Math. Karduck |
| 1907 Josef Wirtz |
| 1909 Heinrich Johnen |
| 1910 Hubert Beckers |
| 1934 Peter Weber |
| 1950 wurde eine neue Königskette angeschafft |
Das Anna-Santo-Kreuz wurde der Bruderschaft verliehen im hl. Jahr 1933, ging während des zweiten Weltkireges verloren
und wurde der Bruderschaft 1956 neu verliehen.
Die fehlenden Jahreszahlen und Schilder lassen darauf schließen, daß man sich zum Verkauf der Plaketten entschlossen hatte, um die bereits erwähnten Utensilien zu kaufen. 1865, heißt es, wurde eine größere Menge Schilder von der Kette abgenommen, um eine neue silberne Kette mit massivem Vogel anfertigen zu lassen. An ihr hingen kleinere Erneuerungs-Schildchen: 1. Jakob Karduck 1865, 2. Peter Karduck 1873, 3. Johann Offermanns 1878, 4. Winand Beis 1865 und 5. eine Jubiläumsmünze, dem Brudermeister J. Brendt zum 25 jährigen Dienstjübiläum am 25.9.1898 gewidmet.
Fahnenschwenker Freialdenhoven
Auch über Freialdenhoven hinaus sind unsere Fahnenschwenker bekannt. Sie bereichern viele Veranstaltungen durch Ihre Auftritte. In den letzten Jahren sind viele Neulinge dazugestossen, die mit viel Eifer wunderbar peppige Auftritte einstudieren. Selbst unsere kleinen Bambinis begeistern uns. Danke für Euer Engagement. Weiter so!!!
